Der Brexit betrifft auch deutsche Abfallrecycling-Unternehmen

08.03.2019

Bei einem „harten Brexit“ verlieren bestehende Notifizierungen für Abfalllieferungen grundsätzlich ihre Gültigkeit – das gilt auch für deutsche Abfallbetriebe. Großbritannien hat allerdings bereits Vereinbarungen getroffen, damit aktuelle Lieferungsabkommen weiterhin bestehen bleiben können.

Sollte ein ungeregelter Brexit Ende März stattfinden, hat dies Auswirkungen auf den Recyclinghandel weltweit für alle EU-Mitglieder. Der Großteil der Abfalllieferungen wird aber mit großer Wahrscheinlichkeit weiterhin bestehen bleiben. Den Aussagen des britischen Umweltministers Michael Gove zufolge werden britische Abfallunternehmen weiter ihre Lieferungen in die Europäische Union exportieren dürfen, ohne dass erneute Notifizierungen notwendig sind. Die Vereinbarungen zwischen dem Vereinigten Königreich und den EU-Mitgliedsstaaten, welche als Schutzregelung gegen einen „no deal“ getroffen wurden, umfassen insgesamt ca. ¾ der Anträge und mehr als 90% der Gesamtexportmenge der Abfälle. Eine größere Krise scheint damit zunächst einmal abgewendet worden zu sein.

Trotz der fortbestehenden Lieferabkommen stellt sich die Umweltbehörde darauf ein, kurzfristige Anträge auf höhere Kapazitätsgrenzen für die Lagerung von Abfällen zu bearbeiten. Denn auch wenn diese Vereinbarungen eine Zwischenlösung für die grenzüberschreitenden Abfalllieferabkommen bietet, so werden sie keine langfristige Antwort auf den Konflikt darstellen, so Steve Burton vom EBS-Exporteur Andusia.

Quelle: EuWID


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