Produktrückrufe von giftigem Spielzeug und defekten Autos aus China

08.04.2019

Die Europäische Kommission veröffentlichte, dass im vergangenen Jahr rund 2200 Produkte EU-weit als gefährlich und/oder giftig eingestuft wurden und daher aus den Läden entfernt werden mussten. Auffällig dabei ist, dass über die Hälfte aller gemeldeten Produkte aus China importiert wurden. Die meisten Gefahrenmeldungen gingen dabei im Bereich Spielzeug (ca. 30%) sowie Kraftfahrzeuge (ca. 20%) aus.

Produktrückrufaktionen gelten als häufigste Maßnahme, um betroffene Produkte vom Markt zu nehmen, doch die tatsächlichen Rückgabezahlen fallen eher gering aus. Neuesten Umfragen haben ergeben, dass ein Drittel der befragten Personen bewusst weiterhin zurückgerufene Produkte verwendet. Dieses Ergebnis könnte darin begründet sein, dass die Rückrufhinweise nicht ausreichend von den Käufern wahrgenommen werden oder ihnen das Risiko, welches von betroffenen Produkten ausgeht, nicht in vollem Ausmaß bewusst ist.

Die EU-Kommission arbeitet gemeinsam mit den chinesischen Behörden daran, um sie für Sicherheitsvorschriften von Produkten innerhalb der EU zu sensibilisier und gefährliche China-Importe zu unterbinden. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit sind allerdings gemischt. Über das EU-Schnellwarnsystem RAPEX (produktwarnung.eu) können Verbraucher allerdings selbst alle wichtigen Informationen über gefährliche Produkte einsehen und geeignete Maßnahmen ergreifen, insofern sie betroffen sein sollten.

Quelle: Europäische Kommission 

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