Forderung von mehr Recycling-Material zum „Welt-Recycling-Tag“

20.03.2019

Abfallvermeidung ist angesichts der vielen Plastikverpackungen heutzutage sehr wichtig, leider aber auch nicht immer möglich. Um den anfallenden Müll trotzdem umweltgerecht zu verwerten, ist ein funktionierender Recyclingkreislauf deshalb unabdinglich. Aus dem gewonnenen, recycelten Material – auch Rezyklat genannt – können dann wiederum neue Verpackungen entstehen. Damit der Stoffkreislauf geschlossen werden kann. Müssen aber spezielle Grundvoraussetzungen gegeben sein.

In Deutschland ist dies nicht immer der Fall. Viele Verpackungen können oft nicht mehr recycelt werden, da sie aus unterschiedlichen Materialien zusammengesetzt sind. Diese schadstoffbelasteten und nicht mehr trennbaren Komponenten besitzen oft nicht die notwendige Recyclingfähigkeit, um neues Rezyklat aus ihnen herzustellen. Dazu kommt, dass die Neuproduktion von Verpackungen billiger ist. Deshalb landen viele weggeworfene Verpackungen am Ende in einer Müllverbrennungsanlage.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat den „Welt-Recycling-Tag“ als Anlass genommen, um auf diese Rohstoffverschwendung hinzuweisen und fordert daher gesetzlich festgelegte Mindeststandards zur Recyclingfähigkeit von Kunststoffen. Neu produzierte Produkte sollen eine Mindestquote an recyceltem Material enthalten und einfacher zu recyceln sein, um den Stoffkreislauf zu schließen. Um dies zu erreichen schlägt die DUH wirtschaftliche Anreize vor, wie beispielsweise die Bevorzugung von Produkten mit hohem Rezyklat-Anteil in der öffentlichen Beschaffung.

Quelle: Deutsche Umwelthilfe


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