Verbot von Plastiktüten auf den Weg gebracht

07.11.2019

Um der Ressourcenverschwendung entgegenzuwirken, hat die Bundesregierung ein Verbot von Plastiktüten beschlossen. Damit wird die freiwillige Selbstverpflichtung der Industrie zur Reduzierung von Plastik abgelöst und durch ein dementsprechendes Gesetz verschärft.

Das Verbot richtet sich gegen Plastiktüten mit einer Wandstärke unter 50 Mikrometer. Auch Bioplastiktüten sind davon betroffen, da diese durch den Einsatz von Monokulturen und Pestiziden keine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Kunststofftüten darstellen. Ausgenommen von dem Verbot sind allerdings dünne Tüten für Obst und Gemüse, da ansonsten die Gefahr bestehe, die Ware in Plastik einzuschweißen und somit noch mehr Abfall zu produzieren.

Vorgeschlagen wurde das Verbot von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). Die bisherige Handhabung, dass Plastiktüten in Geschäften nur noch gegen Geld an die Kunden herausgegeben werden, habe zwar zu einer erheblichen Reduzierung geführt, allerdings sei dies keine Grundlage mehr, um den Verbrauch noch weiter zu senken.

Um das Gesetz endgültig zu beschließen, muss es allerdings noch den Bundestag sowie den Bundesrat passieren. Bei erfolgreichem Beschluss ist danach eine Übergangsfrist von einem halben Jahr anberaumt, um die Restbestände aus den Geschäften auflösen zu können.

Im Rahmen der EU-Einwegkunststoffrichtlinie sollen ab 2021 weitere Gesetzte gegen Wegwerfartikel auf den Weg gebracht werden, wie beispielsweise Plastikgeschirr aus Kunststoff.

Quelle: Tagesschau

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